Philatelie im Landkreis Memel
Der nordöstlichste Landkreis der Provinz Ostpreußen besitzt aufgrund seiner politischen Geschichte – der Abtrennung nach dem Ersten Weltkrieg und der Rückgliederung 1939 – eine außergewöhnliche postgeschichtliche Bandbreite.
Neben der "klassischen" Reichspostzeit (bis 1920) umfasst das Sammelgebiet Memel auch die französischen Überdrucke (1920–1923) und die litauischen Ausgaben (ab 1923). Die Stempelforschung der Arge Ostgebiete dokumentiert minutiös den Einsatz preußischer Doppelkreisstempel, die teils nach 1939 reaktiviert wurden.
Forschungsschwerpunkte im Kreisgebiet
Die verschiedenen Epochen der Postgeschichte erfordern eine detaillierte Katalogisierung:
- Preußisch-Deutsche Epoche: Dokumentation früher Stempel bis 1920, darunter auch markante Bahnpoststempel der Linien, die das nördliche Ostpreußen erschlossen.
- Mandats- & Annexionszeit: Die Untersuchung französischer und litauischer Stempel ab 1920 (z.B. Klaipėda) auf Belegen des Landpostverkehrs.
- Rückgliederung (ab 1939): Die sogenannte Notstempelzeit nach der Wiederangliederung an das Reich, in der vielfach aptierte (aptées) Altstempel des Deutschen Kaiserreichs wieder zum Einsatz kamen.
Forschungsschwerpunkte unserer Arbeitsgruppe
Innerhalb unserer Arge widmen sich spezialisierte Sammler und Forscher der detaillierten Dokumentation aller Postanstalten für Kreis Memel. Dies umfasst die Erfassung der verwendeten Stempeltypen, Portostufen, Postrouten sowie Besonderheiten wie Zensurpost, Feldpost und Bahnpost in diesem regionalen Kontext.
Die Ergebnisse unserer Forschungen werden regelmäßig in den Rundschreiben der Arbeitsgemeinschaft veröffentlicht und bilden eine fundierte Basis für den Wissenstransfer zwischen Experten und neuen Sammlern.
Bringen Sie sich aktiv ein: Helfen Sie uns, die Katalogisierung von Aufgabestempeln und Postverbindungen Ost- und Westpreußens zu vervollständigen.
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