Philatelie im Landkreis Marienburg
Der westpreußische Kreis Marienburg besticht philatelistisch durch die Teilung und die turbulenten Jahre nach dem Ersten Weltkrieg.
Wie Elbing wurde auch Marienburg 1920 durch den Versailler Vertrag geteilt. Die Westhälfte musste an die "Freie Stadt Danzig" abgetreten werden. Die Osthälfte mitsamt der Stadt Marienburg gehörte jedoch zum Abstimmungsgebiet Marienwerder. Am 11. Juli 1920 stimmten in Marienburg 17.805 Stimmberechtigte für Ostpreußen (das Deutsche Reich) und lediglich 191 für Polen.
Forschungsschwerpunkte im Kreisgebiet
Dieser historische Schnitt prägt die Sammlungen bis heute:
- Die "Abstimmungs-Marken": Die Jagd nach Bedarfsbelegen aus der Zeit der Interalliierten Kommission (Frühjahr bis September 1920) mit den Überdrucken "Commission Interalliée Marienwerder" und "PLEBISCITE", abgestempelt im Gebiet von Marienburg.
- Danzig-Philatelie: Die postalische Weiterentwicklung in der abgetretenen Westhälfte des Landkreises mit Aufdruck-Marken und Stempeln der Danziger Post.
- Reichspostzeit: Stempel und Absenderfreistempel der Stadt Marienburg und umliegender Dorfschaften vor 1914 sowie der Wiederaufbau lokaler Netzwerke nach 1920 als Teil von Ostpreußen.
Forschungsschwerpunkte unserer Arbeitsgruppe
Innerhalb unserer Arge widmen sich spezialisierte Sammler und Forscher der detaillierten Dokumentation aller Postanstalten für Kreis Marienburg. Dies umfasst die Erfassung der verwendeten Stempeltypen, Portostufen, Postrouten sowie Besonderheiten wie Zensurpost, Feldpost und Bahnpost in diesem regionalen Kontext.
Die Ergebnisse unserer Forschungen werden regelmäßig in den Rundschreiben der Arbeitsgemeinschaft veröffentlicht und bilden eine fundierte Basis für den Wissenstransfer zwischen Experten und neuen Sammlern.
Bringen Sie sich aktiv ein: Helfen Sie uns, die Katalogisierung von Aufgabestempeln und Postverbindungen Ost- und Westpreußens zu vervollständigen.
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