Philatelie im Landkreis Rosenberg i. Westpr.
Der Landkreis Rosenberg (Westpreußen) – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Kreis in Oberschlesien – entstand 1818 aus dem Ostteil des alten Kreises Marienwerder und ist postgeschichtlich tief mit diesem verwurzelt.
Ebenso wie Marienwerder und Stuhm war der Kreis Rosenberg 1920 Teil des von der Interalliierten Kommission verwalteten Abstimmungsgebiets. Die Bevölkerung an ländlichen Brennpunkten wie Bischofswerder entschied sich am 11. Juli fast ausnahmslos für den Verbleib bei Deutschland, woraufhin der Kreis endgültig der preußischen Provinz Ostpreußen zugeschlagen wurde.
Forschungsschwerpunkte im Kreisgebiet
Der philatelistische Schwerpunkt liegt einerseits auf dem kurzlebigen Abstimmungsgebiet, andererseits auf der klassischen Entwicklung:
- Abstimmungsmarken: Bedarfspost aus Postämtern in Rosenberg (Westpr.) und Bischofswerder, frankiert mit Überdrucken der ("Commission Interalliée Marienwerder").
- Preußische Klassik: Altpreußische Stempelabschläge wie Aufgabestempel aus dem frühen 19. Jahrhundert.
- Kaiserreich & Weimarer Republik: Regionale Datums- und Kreisstempel der Deutschen Reichspost unter Dokumentation kleinerer Landpoststellen.
Forschungsschwerpunkte unserer Arbeitsgruppe
Innerhalb unserer Arge widmen sich spezialisierte Sammler und Forscher der detaillierten Dokumentation aller Postanstalten für Kreis Rosenberg. Dies umfasst die Erfassung der verwendeten Stempeltypen, Portostufen, Postrouten sowie Besonderheiten wie Zensurpost, Feldpost und Bahnpost in diesem regionalen Kontext.
Die Ergebnisse unserer Forschungen werden regelmäßig in den Rundschreiben der Arbeitsgemeinschaft veröffentlicht und bilden eine fundierte Basis für den Wissenstransfer zwischen Experten und neuen Sammlern.
Bringen Sie sich aktiv ein: Helfen Sie uns, die Katalogisierung von Aufgabestempeln und Postverbindungen Ost- und Westpreußens zu vervollständigen.
Fachgruppe kontaktieren