Philatelie im Landkreis Stuhm
Der 1818 aus dem Südteil des Kreises Marienburg entstandene Regierungsbezirks-Kreis Stuhm in Westpreußen besticht durch sein reiches ostpreußisches Postamt-Erbe, besonders in der Kreisstadt Stuhm und in Christburg.
Infolge des Ersten Weltkriegs stand auch Stuhm 1920 unter Aufsicht der Interalliierten Kommission im "Abstimmungsgebiet Marienwerder". Bei der Abstimmung am 11. Juli des Jahres votierten hier etwa 80 Prozent der Wahlteilnehmer für den Verbleib bei Ostpreußen, woraufhin die Region fester Bestandteil der neugeordneten Provinz im Osten des Deutschen Reiches wurde.
Forschungsschwerpunkte im Kreisgebiet
Die Postgeschichte dieser Epochen ist von der Bundesarbeitsgemeinschaft intensiv dokumentiert:
- Entwicklung der Postämter: Die chronologische Einordnung von Eröffnungen (Christburg, Stuhm) unter Beiziehung alter Karten und Messtischblätter (vgl. Blatt "2080 Stuhm").
- Die "Abstimmungs-Marken": Bedarfspost auf selten überlieferten Originalbelegen der Monate Frühjahr bis Herbst 1920 mit Stempelfokus auf den Kreis Stuhm.
- Stempel-Klassifikation: Von der Reichspost-Gründung bis 1945 umfänglich auf allen Landpoststellen.
Forschungsschwerpunkte unserer Arbeitsgruppe
Innerhalb unserer Arge widmen sich spezialisierte Sammler und Forscher der detaillierten Dokumentation aller Postanstalten für Kreis Stuhm. Dies umfasst die Erfassung der verwendeten Stempeltypen, Portostufen, Postrouten sowie Besonderheiten wie Zensurpost, Feldpost und Bahnpost in diesem regionalen Kontext.
Die Ergebnisse unserer Forschungen werden regelmäßig in den Rundschreiben der Arbeitsgemeinschaft veröffentlicht und bilden eine fundierte Basis für den Wissenstransfer zwischen Experten und neuen Sammlern.
Bringen Sie sich aktiv ein: Helfen Sie uns, die Katalogisierung von Aufgabestempeln und Postverbindungen Ost- und Westpreußens zu vervollständigen.
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